FÖRDERMITTEL // ATTRAKTIVE ZINSEN UND ZUSCHÜSSE
Für die Verwirklichung des Traums von den eigenen vier Wänden lassen sich staatliche Fördermittel einsetzen. Hohe Energieeffizienz wird besonders belohnt. Die Immobilien- und Baupreise sind in den letzten Jahren stark gestiegen. Was also tun, um trotzdem den Traum der eigenen Immobilie zu verwirklichen? Statt auf Neubau, setzen viele Interessenten auf den Gebäudebestand. Ein altes Haus oder eine alte Wohnung sind in der Anschaffung günstiger und stellen so eine gute Möglichkeit dar, relativ "günstig" zu einem Eigenheim zu kommen. Und: Für die Modernisierung und Sanierung eines alten Hauses oder einer baufälligen Wohnung gibt es vielfältige Fördermittel. Denn der Gesetzgeber hat ein großes Interesse daran, alle Gebäude energieeffizienter zu gestalten, um den CO2-Ausstoß zu reduzieren und die Klimaziele einzuhalten.
Die KfW-Bank und das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) warten mit nicht rückzahlbaren Zuschüssen und günstigen Zinsen auf. Wer ein altes Haus auf den aktuellen energetischen Stand bringt, kann beispielsweise auf das Programm "Energieeffizient Sanieren" (KfW 151) zurückgreifen. Bis zu 120.000 Euro Kreditvolumen und bis zu 48.000 Euro Zuschuss gibt es außerdem für den Umbau zum KfW-Effizienzhaus. Alternativ kann auch nur ein Zuschuss aus dem KfW-Programm 430 beantragt werden, bei dem Einzelmaßnahmen gefördert werden. Bis zu 50.000 Euro Kreditvolumen und maximal 10.000 Euro Zuschuss gibt es zum Beispiel für die Dämmung von Wänden und Dachflächen oder den Austausch alter Fenster durch neue. Wer sich professionell beraten lässt, kann sich außerdem für die Baubegleitung mit bis zu 4.000 Euro bezuschussen lassen (KfW 431).
Wenn eine alte Heizungsanlage gegen eine neue ausgetauscht wird, ist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zuständig. Förderung gibt es dann, wenn mit der neuen Anlage fossile Energieträger ganz oder teilweise durch erneuerbare Energien ersetzt werden. So zum Beispiel bei einer Holzpelletheizung, einer Wärmepumpe oder einer Solarthermieanlage zur Heizungsunterstützung und Warmwasserbereitung. Bis zu 45 Prozent der Kosten können dann vom BAFA als Zuschuss beantragt werden. Der Restbetrag kann über das KfW-Programm 167 finanziert werden ("Energieeffizient Sanieren – Ergänzungskredit").
Sie wollen mit erneuerbaren Energien auch Ihren Strom produzieren? Für die Installation einer Photovoltaikanlage, eines Batteriespeichers oder eines Blockheizkraftwerkes (für Strom und Wärme) gibt es zinsgünstige Kredite von der KfW, die sich im Programm 270 "Erneuerbare Energien - Standard" beantragen lassen.
Wer seine eigenen vier Wände barrierefrei und einbruchsicher machen will, kann auf das Programm "Altersgerecht Umbauen" zurückgreifen (KfW 159). Unabhängig vom Alter beträgt das Kreditvolumen bis zu 50.000 Euro. Wer statt eines Kredits lieber einen Zuschuss möchte, kann bis zu 6.250 Euro für die Barrierereduzierung erhalten (KfW 455-B) oder bis zu 1.600 Euro für Maßnahmen des Einbruchsschutzes (KfW 455-E).
Übrigens: Falls Sie sich doch lieber für einen Neubau entscheiden, können Sie trotzdem die staatlichen Geldquellen anzapfen. Wer die Anforderungen der aktuellen Energieeinsparverordnung (EnEV) übertrifft und zum Beispiel ein KfW-55-Haus oder ein KfW-40-Haus baut, erhält über das Programm "Energieeffizient Bauen" einen sehr günstigen Kredit und bis zu 30.000 Euro Zuschuss (KfW 153).
Und egal ob Alt- oder Neubau: Vergessen Sie nicht, rechtzeitig das sogenannte "Baukindergeld" zu beantragen (KfW 424). Wenn Sie dieses Jahr noch die Baugenehmigung erhalten oder den Kaufvertrag abschließen, müssten Sie spätestens ein halbes Jahr nach dem Einzug den Antrag stellen (letztmöglicher Termin 31.12.2023). Pro Kind gibt es bei bestimmten Einkommensgrenzen 12.000 Euro (über zehn Jahre verteilt).
Unser Tipp: Lassen Sie sich von uns beraten, welche Fördermaßnahmen für Ihr Immobilienvorhaben in Frage kommen. Wir kalkulieren die Darlehen und Zuschüsse in ein schlüssiges Gesamtfinanzierungskonzept für Sie mit ein.
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